Praktische Übungen

Wir werden an jedem Kurstag versuchen, auch praktische Übungen auf der Plattform zu machen, so dass alle Teilnehmer etwas handfestes lernen. Dabei geht es weniger um das ausführliche Betrachten der Zielobjekte als um den Umgang mit den Geräten: Selber einstellen, fokussieren, nachführen, Okular wechseln.
Mit Genuss schauen werden wir dann während der Exkursion, wo auch weniger Leute da sind...

Alle dürfen / sollen also immer wieder:

Tag 1

Es war bewölkt und nieselig, also haben wir zuerst in den Kuppeln die technischen Grundlagen von Teleskopen besprochen. Dann haben wir im Kontrollraum den 8Zoll f/6 Dobson als Standardempfehlung für den Einstieg demonstriert.
Als es draussen trocken wurde haben wir dann alle Teilnehmer mit dem 8er zumindest die Lichter auf den örtlichen Baukränen einstellen lassen. Sowas ist schon eine viel bessere Übung als die Geräte nur anzuschauen. Wir haben uns dabei immer wieder an die grundlegende Schritte oben gehalten, wobei Nachführung auf die Bewegung des Objekts halt nicht notwendig war.

Tag 2

Bei sehr klarem Himmel konnten wir mit den kleinen Refraktoren und dem 8 Zoll Dobson die Grundlagen gut üben:

  1. Zuerst aus einigem Abstand hinter dem Gerät grob über das Rohr das Objekt anpeilen
  2. Dann im Sucher das Objekt mittig einstellen
  3. Dann das Objekt im Hauptrohr zentrieren und auch für das eigene Auge scharf stellen.

Immer wieder per Hand das Gerät der Bewegung am Himmel nachstellen, denn in der Mitte ist das Bild meist am besten. Ggf. nach Unterstützung fragen falls es nicht klappt!

Durch das frische Wetter wurde nochmal der Wert von warmer Kleidung deutlich, um überhaupt sinnvoll beobachten zu können.
Auch eine entspannte Körperhaltung macht es angenehmer: das Stativ passend ausziehen oder ggf. im Sitzen beobachten.
Auch mit beiden Augen schauen können ist sehr viel angenehmer. Das Beidäugige ist der Vorteil von Ferngläsern und Doppelfernrohren. Bei Fernrohren ist das aber dann auch wieder ein deutlich grösserer Aufwand...

Neben den eigenen Übungen konnten wir auch mit den grösseren Geräten Saturn und Jupiter im Detail betrachten und den Uranus zumindest noch finden.

Gegen 21:30 sind uns Polarlichter aufgefallen, die selbst mitten aus der Stadt heraus erkennbar waren: sich schnell verändernde grüne Streifen und ein rotes Leuchten, extrem cool und ziemlich selten.

Nach dem zweiten Tag haben wir gleich eine Zwischen-Exkursion gemacht, die war sehr gut.

Tag 3

Wir haben unten viel Zeit mit der Theorie verbracht. Oben war das Wetter dann recht schlecht, nur Mond und Jupiter kamen durch die Schleierwolken. Also haben wir an denen etwas geübt und ein paar Themen aus der Theorie am Gerät nochmal demonstriert.


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