Exkursion am 12. März 2026
Martin Elsässer
Nach Verzögerungen wegen Saharastaub konnten wir die Exkursion endlich am 12. März machen, ab ca 19:15 ging es wieder zur Kreuzstrasse.
Das Wetter war nur "ok": recht feuchte Luft mit teilweise Nebelbildung. Wir hatten nur den den grossen 20er und den bekannten 8er im Einsatz, da Markus leider nicht mitmachen konnte.
Der Standort hat wie gewohnt funktioniert, das Gasthaus hat gegen 9 das Aussenlicht ausgemacht. Durch die Feuchtigkeit waren alle Lichter nochmal störender, teilweise aber auch nett anzuschauen. Tau war auf einigen Geräten ein Problem, später in der Nacht hatten wir dann Rauhreif auf diversen Geräten.
Gegen 22:10 haben wir flach im Westen eine sonderbare kompakte Wolke mit dunklem Kern gesehen, wohl ein Ergebnis von Raumfahrt:
Die sonderbare Wolke, aufgenommen mit zu langen 30s, also sie schon wieder diffuser wurde.
Beobachtungen
Wir haben nicht sehr systematisch beobachtet, teilweise habe ich parallel noch Teilnehmern mit ihren neuen Fernrohren geholfen.
Dennoch waren der Orionnebel, der Sternhaufen M35 mit Nachbar NGC2158, der Sternhaufen M37 mit rotem Stern, der Eskimonebel NGC2392 mit Zentralstern und Schalen, der Doppelstern Castor, der junge Supernovaüberrest M1, der Doppelsternhaufen h+Chi im Perseus, der orange Stern La Superba, die helle Galaxie M82 mit dunklen Lücken, die Whirlpoolgalaxie M51 und der Eulennebel M97 eingestellt. Als Betthupferl diente dann noch ein sehr tiefer M13, nachdem M3 mit zugetautem Sucher nicht mehr gefunden werden wollte.
Ich will mir den 20er nochmal anschauen, es braucht noch ein paar Verbesserungen, auch am 8er.
Gegen 11:30 haben wir dann aufgehört, nachdem der Tau fast alle Geräte besiegt hatte. Kurz nach 12 haben wir den Platz wieder sauber verlassen, die Fernrohre zurück zur Sternwarte gekarrt und irgendwann gegen 3 war ich dann wohl im Bett.
Bilder
Die Gruppenfotos der 12Teilnehmer waren schwieriger als sonst, da die erfahrene Fachkraft mit der guten Optik fehlte. Durch die Feuchtigkeit war auch Streulicht der roten Lampe ein Problem.

erster Versuch: Beschriftungs Pfusch

zweiter Versuch: korrekte Buchstaben

dritter Versuch: das ist nun ok so.

Ohne Logo, aber mit Gegenschein

Spielerei mit Herz

Spielerei mit Herz und mehr Feld

Spielerei mit Doppelherz

Posing am Ende unter dem Herkules, links die Leier, Smartphone

Posing der letzten drei, Smartphone
Zwischen-Exkursion am 21. Januar 2026
Martin Elsässer, Markus Bentz
Weil wir wollten und konnten haben wir gleich nach dem zweiten Abend eine kleine Exkursion zur Kreuzstrasse angeboten, ab 19:00. Der Bartewirt war bis ca 21:00 beleuchtet. Im Schatten eines Milchwagens war das aber nicht schlimm. Um das Licht am Chalethotel haben wir uns diesmal gar nicht gekümmert...
Das Wetter war nur "ok": recht kalt, einiges an Dunst. Die Milchstrasse war aber doch von Schwan bis Grossem Hund erkennbar, also sicher viel besser als in der Stadt.
In der Summe waren wir wohl 12 Leute.
Wir hatten nur die kleinen Geräte dabei: den 8Zoll f/6 Standard Dobson und einen einfachen 6Zoll f/5 Refraktor. Beide haben gut genug funktioniert und unter dem gut benutzbaren Himmel eben schon einiges gezeigt. An dem Refraktor haben wir ein sehr gutes 20mm Okular benutzt, das war dann eine tolle Kombination. (Mit einem 30mm war mir der Hintergrund zu hell bei dann 6mm AP.)
Beobachtete Objekte
Wir haben primär einfache Standardobjekte angeschaut, einige Teilnehmer haben die durchaus auch selber eingestellt. Der Refraktor war etwas schwieriger zu benutzen, da noch ohne Sucher. Ich denke an dem habe immer nur ich eingestellt?
- Die junge Mondsichel war ein schöner Anblick und einfacher Start in beiden Geräten
- Der Andromedanebel M31 litt unter dem recht hellen Himmel, dennoch konnte ich ein Staubband und die beiden Begleiter M32 und NGC205 erkennen.
- Der Doppelsternhaufen h & Chi im Perseus war sehr gut, vor allem im Refraktor mit dem größeren Feld. Dieser Anblick alleine hat das Mitnehmen des Geräts gerechtfertigt.
- Bei den Plejaden M45 sah ich durchaus auch einen schwachen Reflexionsnebel unterhalb, mit dem grösseren Feld war das ein schöner Anblick.
- Der Orionnebel war gut und zeigte feine Details und auch die Sterne E und F im Trapez.
- Das Sternhaufenpaar M35 und NGC2158 hat mir wieder gut gefallen, ebenso M37 mit dem roten Stern in der Mitte.
- Der Eskimonebel NGC2392 war durchaus erkennbar, hier sind wir halt von den grossen Geräte an der Sternwarte etwas verdorben mit denen wir dieses recht helle Objekt üblicherweise anschauen.
- Uranus konnte gefunden und auch als Scheibchen (nicht Sternenpunkt) erkannt werden.
- Ich habe noch Krebsnebel M1 und die Galaxie NGC2903 im Löwen eingestellt, aber nicht viel Zeit investiert.
- Jupiter wurde mehrfach eingestellt und hat mir vor allem als Betthupferl sehr gut gefallen: Langsam mit farbigen Bändern durch das Feld des stehenden Geräts schwebend...
Ab 22:06 haben wir dann wie angekündigt eingepackt und es auch zivilisiert zurück zur VSW und später ins Bett geschafft. Die anderen TN sind hoffentlich auch gut zurück gekommen...
Bilder
Unser traditionelles Gruppenbild der Teilnehmer, mit Schriftzug und Orion, © Markus. Das waren nicht alle, später kam noch wer dazu.
Nach dem offiziellen Gruppenbild haben wir dann noch ein weniger gruppiges Bild gemacht.
Kurz vorm Ende des Abends nochmal ein kurzer Blick über die zwei Fernrohre nach Osten. Der Bartewirt ist schon dunkel. Über dem Milchwagen geht die Coma auf, da kommen die Galaxien des Frühlingshimmels, die schauen wir uns dann aber besser mit dem dicken Rohr an.
Gelerntes
- Ein grüner Laser war am Anfang recht praktisch, um ein paar Sternbilder zu zeigen. Das günstige Exemplar hatte aber einen nicht gesichterten Taster...
- Warme Kleidung auch anziehen, nicht nur dabei haben.
- Der Refraktor braucht noch einen Sucher.
- An vielen Stellen kann und sollte mehr gegen die fiese Kälte der metallischen Bedienelemente getan werden.
- Mal den Beobachtungsstuhl aus dem V-Saal mitnehmen und im Sitzen beobachten.
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