Dobson mit 330mm Spiegelset, Eschner-Teleskop

Version 2018-05-08, ME

Vor vielen Jahren habe ich aus einem Nachlass (Hr. Eschner) einen Newtonspiegel mit 330mm Durchmesser und 1524mm Brennweite mit 67mm Fangspiegel für die Sternwarte gerettet. Der liegt nun schon zu lange untätig herum, also soll was aus ihm werden.

Von anderen Teleskopbau-Aktivitäten sind noch diverse Komponenten wie Mirrorbox, Spinne, OAZ, Drehkreise und anderes vorhanden. Es sollte also nicht schwierig sein, daraus einen klassischen Dobson zu erstellen.

Spiegelfassung

Durch den 40mm dicken Spiegel reicht eine 6 Punkt Fassung völlig aus, PLOP spuckt hierfür aus:

Durch den dicken Spiegel k├Ânnen auch die seitlichen Auflagen sehr einfach werden.

6 punkt fassung
Simulierte Verformung auf einer 6 Punkt Fassung. Das Loch in der Mitte wird durch den FS ja nicht wirksam.

Mirrorbox

Die vorhandene Mirrorbox hat einen quadratischen Innendurchmesser von 400mm. Der Boden hat unten ein Loch von 360mm Durchmesser, da passt also die ganze Fassung hinein, dadurch kommt der Spiegel schön weit nach unten. Die Mirrorbox ist aussen bis zu 160mm hoch, seitlich aber bis auf nur 100mm vertieft. Das sollte aber reichen um den Spiegel hinein und noch einen Deckel drauf zu kriegen.

Oberteil

Die vorhandene Spinne hat 395mm Durchmesser, so gross muss der obere Ring innen also mindestens sein. Dann passt er aber nicht mehr in die Mirrorbox.
Also wohl doch eine Spinne neu machen und dann auch einen besser passenden oberen Ring.

Hauptspiegel

Die Verspiegelung ist noch benutzbar, mit der neuen Bedampfungsanlage der VSW können wir die aber auch neu machen. Der Hauptspiegel ist nicht sooo gut von der Qualität her (Strehl ca 0.6), vielleicht finden sich noch Helden die den etwas aufhübschen, wenn er eh schon abgelaugt wird.
Ja, ein Held hat sich gefunden, wird es aber nicht sofort gemacht. Wir werden also erstmal das Fernrohr fertig bauen, die Korrektur des Spiegels kommt dann später als schnelle Aktion.

Fangspiegel

Der 67mm Fangspiegel war mit einem Zwischenstück aus Pappe auf Holzkeile geklebt. Das wurde bereits von kompetentester Hand abgerissen, nur der Kleber sollte noch abgekratzt werden. Die Verspiegelung scheint noch sehr gut.
Die Klebereste liessen sich problemlos mit einem Kochfeldschaber entfernen.

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