Viertes Treffen am 19.2.2002

Diesmal hatten wir die angekündigten Geräte (25cm f/6, Hartpapier-Volltubus, Selbstbau, und 20cm f/5, Blechtubus, Industriegerät) zum unmittelbaren Vergleich zur Verfügung. Leider spielte das Wetter nicht mit, und statt der erhofften Durchsicht blieb nur die Ansicht der Geräte.

Beeindruckend war zunächst die unterschiedliche Größe, die ja nominell nur um eine "Nummer" verschieden ist. Beim Viertelmeterrohr waren da die Grenzen von Handlichkeit und Transportabilität (mit 165cm Tubuslänge kombipflichtig!) deutlich in Sichtweite.

Auch beim Anschaffungswiderstand unterschieden sie sich deutlich: ca. 0.5 Kiloeuro beim Kaufgerät gegenüber ca. 5 Kiloeuro beim Selbstbaurohr, dies allerdings inklusive einer Garnitur guter Pentax-Okulare.

Der Große konnte dafür bei der Qualität punkten, z.B. mit sehr leichtgängiger Lagerung (Widerstand in Azimut einstellbar), niedrigem JMI Crayford-Auszug, einer ausgeklügelten Schwärzung der Tubusinnenwand (Mankiewicz (ex-Tetenal) Kameralack auf Flüssig-Rauhfaser) und last, but ganz bestimmt not least, mit LOMO-Spiegel inkl. Interferogramm (Strehl 0.988!).

Bei der Schilderung der Beschaffungsentscheidungen beim Selbstbau gab es u.a. zu lernen, dass es bei 25cm Spiegeln die meisten Quadratzentimeter Spiegelfläche für den Euro gibt. Naturgemäß nahm auch die Diskussion der Spiegelqualität einigen Raum ein. Schade nur, dass wir nicht am lebenden Objekt sehen konnten, was 0.988 Strehl in der Praxis z.B. am Saturn bringen.

Dennoch war es nach meinem Eindruck ein sehr nützlicher Abend, weil am konkreten be-greif-baren Gerät die Entscheidung für oder gegen eine Ausführungsvariante leichter fällt als nur nach der Papierform.

Vielen Dank noch mal an Werner Skolaude, der sich den Fragen und sein Gerät den Fingern der Selbstbauer-Gemeinde ausgesetzt hat, und an Wolfi Ransburg, der uns den Kleinen leihweise überlassen hat.

(cph)



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